Motor Slider III.

Es funktioniert... !


Endlich tut sich etwas, ohne dass es in Rauch aufgeht oder vom Tisch fällt, oder einfach nur rumzuckt...


Ich habe hier den schematischen Aufbau abgebildet, nach dem die Verkabelung durchzuführen ist. Noch aber fehlt der Sketch, d.h. das Programm, dass auf dem Arduino aufzuspielen ist.


Ich habe dieses von der Homepage Makerguides.com von Benne de Bakker, dem ich dafür danke, dass er sich eine so extreme Mühe gemacht hat, alles komplex aufzubauen und mit allen nötigen und unnötigen Informationen der Öffntlichkeit zu übergeben.


Diesem Ansinnen komme ich hier auf meiner Seite gerne nach und habe die wichtigen Dinge auf Deutsch dargestellt, da die Sprachbarriere evt. zu unnötigen Schwierigkeiten führen könnte.


Zunächst einmal eine grafische Darstellung aller Teile und deren Verbindung untereinander.

Alles benötigt Strom, also habe ich die Eingänge mit der entsprechenden Voltzahl angegeben.

Die benötigten 5 Volt für den Touch-Screen kann man sich übrigens vom Arduino holen, der 5 Volt Ausgang sowie GND

daneben sind ja noch frei!


Aber: fangen wir mit dem TB6600 Treiber an!


Die angegebenen 12 Volt sind für den angeschlossenen Motor, hier ein NEMA17. Gemäß Angabe auf dem Gehäuse des TB 6600 können zwischen 9 Volt und 42 Volt anliegen und werden entsprechend verarbeitet.


Der "Betriebsstrom" des TB6600 wird vom Arduino - Board geliefert, da braucht man nicht weiter drüber nachzudenken.


Der Motoranschluss ist selbsterklärend. Je zwei Kabel des NEMA 17 sind einer Spule zugeordnet. Damit man die zusammengehörenden findet, kann man entweder in der Datenbeschreibung suchen, oder man findet es selbst heraus. Hierfür bitte KEIN Messinstrument benutzen, da der verwendete Strom ggf. schon Beschädigungen verursachen könnte.

Machen wir es einfach und unkompliziert:


- die Motorachse drehen, damit man den Freilauf beurteilen kann

- zwei Kabel miteinander verbinden und wieder die Achse drehen

  a: ist kein Unterschied erkennbar, sind es die falschen Kabel

  b: ist plötzlich ein starker Widerstand fühlbar, ist es ein Pärchen


Das ist alles.

Die Polarität spielt beim Anschluss des NEMA 17 an den TB 6600 dann keine weitere Rolle, denn nur die Pärchen sind wichtig!

Die nächsten Anschlüsse:

GND = Ground, also auf Deutsch: Erde oder Masse (die schwarze "Leitung")

Hier habe ich die beiden Anschlüsse DIR- (DIR) und PUL-(PUL) zusammengeführt und dann mit dem GND am Arduino verbunden.

Ansteuerung:

Die "Steuersignale" des Arduino sind von Pin 2 auf PUL+(+5V) und von ~3 auf DIR+(+5V) geführt. Hier verständigen sich also der Arduino - Baustein und der Treiber.


Nur wer es wissen will:


DIR: Das ist die Bestimmung der Drehrichtung des Motors, also rechts oder links rum.


PUL: Das ist die Pulsrate, also die Taktung, mit der die Geschwindigkeit des Motors gesteuert wird.


ENA: engl. für enable, d.h. "freigabe" oder auch ggf. "Einschalten", wobei mir "Freigabe" besser gefällt. Wenn auf ENA nämlich ein Signal gegeben wird, dann ist die Motoransteuerung abgeschaltet. Wenn ENA nicht beschaltet ist, dann ist der Motor definitiv eingeschaltet und kann ohne Ansteuerung einer Drehrichtung den aktuellen Punkt halten!

Dies ist bei vertikal gerichteten Geräten wichtig, dass diese dann nicht "abschmieren", also z.B. eine Kamera auf einem Slider nicht anfängt nach unten zu sausen...

Die DIP-Schalter des TB6600: Hier sind verschiedene Einstellungen möglich, die sich auf den Motor beziehen, wie z.B. die Stromstärke in A (Ampere), bzw. die Auflösung der Motoransteuerung von voll über 1/2, 1/4, 1/8, 1/16 bis 1/32 und der entsprechenden Pulsrate. Hier sind Einstellungen von Nöten, die den Motor nicht überlasten und ein sinnvolles Arbeiten möglich machen.



Ich habe folgende wissenschaftlich fundierte Grundlage in Anwendung gebracht: "Gegen die Wand werfen und sehen was hängen bleibt"!


Gut, mir ist nichts um die Ohren geflogen, aber man sollte einfach "von unten" anfangen, d.h. die Stromstärke von 0,5A steigern, um zu testen, was so ein Motor eben so aushält, bzw. zu welchen Leistungen er fähig ist oder wird! Besser natürlich, wenn man mit den Daten eines entsprechenden Motors etwas anfangen kann, dann kommt es nicht zu Beschädigungen.


Ich persönlich komme mit folgender Einstellung gut zurecht:


(DIP 1-6): OFF OFF ON   ON ON ON

Aufgelöst: 16 Micro Steps, 3200 Pulse sowie 0,5 Ampere


Dies sind keine in Stein gemeißelten Werte, d.h. ich kann in Zukunft bei entsprechenden Anforderungen auch direkte Eingriffe vornehmen, die sich ohne Umweg auf die Leistung/Geschwindigkeit des Motors auswirken. 0,5A ist übrigens ein richtig nierdriger Wert, den für Leistungsanwendung als zu gering einzustufen ist. Mir aber reicht er...


Um so höher die Steps sind, um so geschmeidiger und auch leiser reagieren die Stepper-Motoren. Wenn bei höheren Ampere-Werten der Motor "Schritte überspringt", dann sollte man niedrigere Einstellungen vornehmen. Auch bei hohen Temperaturen und sonstigen irregulären Dingen, die dann ggf. auftreten...



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