Dollys

Dolly 1 und 2


Vorab: Lagerung von Dollys oder ähnlichen Dingen auf Rollen: NICHT auf den Rollen !

Lagerstellen sind sonst vorprogrammiert und sind bei Fahr-Videoaufnahmen sofort sichtbar...


"Hey hey hello....Dolly....."

Naja, so ähnliches kommt mir immer in den Sinn, wenn ich das Wort "Dolly" verwende. Ok...

Zwei dieser Dollys habe ich im Laufe der Zeit gebaut, eins aus Holz und eins aus Metall. Naja - und eins für das Trackdolly, soll aber hier nicht vorkommen, da es seine eigene Site hat.

Dolly 1


Die Holzversion war die Erste, die ich vor einigen Jahren einfach mal so für eins meiner Stative gebaut hatte, also kein besonderes Augenmerk auf Stabilität oder gar Bremsen an den Rädern...

Das Grundkonzept war einfach ein Holzdreieck aus dickeren Leisten, die ich überlappend miteinander verklebt und verschraubt habe. Die Räder waren die preiswertesten, die ich damals finden konnte, deswegen auch ohne jegliche Feststellung.

Um das Stativ aufsetzen zu können, habe ich einfach drei passende Holzbretter genommen, mit einem Forstnerbohrer je ein Loch für das jeweilige Stativbein gebohrt - und fertig. Der Durchmesser der Bohrungen ist so knapp, dass das Stativ schon etwas fester eingepresst werden muss, also hält praktisch von alleine ohne zusätzliche Befestigung.

Abschließend habe ich mit gelb/schwarzem Klebeband einen optischen Hinweis gegeben, dass man nicht versehentlich darauf Tritt und dann einen unfreiwilligen Abgang macht.

Leider nimmt dieses Dolly viel Platz bei der Lagerung und beim Transport in Anspruch, dies ist aber der Form geschuldet...



Nachdem ich später den großen Kran gebaut habe, wollte ich dieses Dolly nicht weiter für diesen nutzen, da mir die Stabilität etwas fragwürdig erschien - Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!

Für den kleineren Kran kann ich dieses Dolly aber bedenkenlos einsetzen und habe sogar noch den Vorteil, dass die Rollen sehr ruhig laufen, da sie keinerlei Profil aufweisen. So kann ich schon mal längere Kamerafahrten machen, insofern der Boden schön plan ist.


Dolly 2


Das nächste Dolly habe ich aus ehemaligen Tischbeinen geschweißt, diesmal in einem T-Konzept in der Formgebung - und damit zerlegbar!

Dabei habe ich je zwei Beine nebeneinander gelegt und mit kleinen weiteren Stücken einen gleichmäßigen Abstand geschaffen und diese Teile miteinander verschweißt. Damit das abgehende Teil angesetzt werden kann, habe ich (zum Glück vorhanden!!) zwei Tischbein-Teile mit einem kleineren Maß nehmen können, auf das die größeren perfekt aufgeschoben werden können.
Dort habe ich dann je eine Schraube zur Sicherung eingefügt, die dann mit Flügelmuttern gehalten werden.

Die Rollen waren diesmal das Teuerste an dem Gestell, ca. 20,00 Euro/stk., rund 60,00 Euro, mit Feststeller, also Bremse. Durch den Feststeller wird übrigens nicht nur die Raddrehung gestoppt, sondern auch die Drehung des Radhalters, d.h. jedes Rad verbleibt nach der Feststellung in der entsprechenden Position.

An den oberen Enden habe ich anschließend Metallröhren aufgeschweißt, in die dann die Stativbeine eingesetzt werden können.

Zur Sicherung des jeweiligen Stativbeines nehme ich Klettband, da die hier wirkenden Kräfte eher gering ausfallen.

Die Belastungsgrenze des Dollys liegt bei etwa 300 Kg, also 100 Kg pro Rad. Die Lastverteilung über die Räder auf den Boden sorgt dafür, dass in den übrigen Bereichen keine großen Kräfte auftreten können. Trotzdem habe ich den Selbstversuch unternommen und mich auf die mittlere Position komplett draufgestellt. Es war kein Nachgeben zu spüren, es gab keinerlei Verzugsgeräusche oder gar Knacklaute! Also sind die Schweißnähte in der Teilungsposition haltbar und sicher. Juchuh...!


Abschließend habe ich (2x) 1mm Bleche ausgeschnitten und auf die Träger verschraubt. Dies ergibt eine kleine zusätzliche Stabilität und verdeckt ganz nett die übrigen Schweißnähte... ja, nennen wir es "Schweißnähte"...

Dann noch passende Endkappen (ca. 5,00 Euro) für die Endpunkte und schon war ich fertig...

Arbeitsaufwand: Ich habe vielleicht 10 Stunden für den Zusammenbau des Dollys gebraucht, also eine nette Wochenend-Beschäftigung.